Vorwort zu dem Thema Gesundheit beim Mops

Habe nun lange an dem Thema gearbeitet,zu Zeiten wo andere schlafen,da ich auch noch halbtags meinem Beruf nachgehe.

Dieses Thema ist sehr weitläufig,wenn man alltägliche Zipperlein,in Anführungsstrichen "normale"Erkrankung beim Hund im Allgemeinen,Augen-Haut-od.Gelenkserkrankungen,erworbene wie auch erbgebundene miteinbezieht.

Würde ich hier jedes ausführlich beschreiben,säße ich wahrscheinlich bis zum Sankt Nimmerleins-Tag vor meinem PC.

Deshalb werde ich hier,die  wichtigsten Bereiche ,kurz zusammenfassen und gegebenenfalls Links zu diesen Bereichen miteinbauen.

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Zur Allgemein-Information sei gesagt,es gibt fast keine Hunderasse,die absolut frei von Erbkrankheiten ist.Bis auf einige Ausnahmen,die noch sehr ursprünglich im Typ sind oder die das Glück hatten,noch nie die Laufbahn eines "Modehundes"durchmachen zu müssen.

 

Möchte auch das Thema "Modehund"kurz aufgreifen,zu dem der Mops vor langer Zeit  schon einmal gehörte und spätestens  seit dem Kinofilm "Man in Black" oder einigen anderen Beiträgen im TV,wie "Germany`s Next Top Dog",wieder dazugehört.

Dieses Schicksal ereilte auch die Rassen von berühmten Hunden wie,Lassie(Collie),Komissar Rex(Schäferhund),101 Dalmatiner,Beethoven(Bernhardiner),Hier kommt Kalle(egal ob Jack-od.Parson),Scott &Huutch oder die Serie Tequilla & Bonetti(Bordeaux-Dogge),ebenso zählen dazu,der American Bulldog & der Golden Retriever(ersterer von den kleinen Strolchen und beide von dem Kinofilm "Drei Freunde auf ihrer Heimreise,den es in älterer und neuerer Verfilmung gibt).

Mitunter zählen auch bestimmte Mischlinge ,wie zum Beispiel von einem älteren Serienklassiker "Boomer der Streuner",dazu.Ich wuchs mit dieser Serie auf und ich glaube, nicht nur ich wünschte mir zur damaligen Zeit einen Hund wie Boomer.

Während  bei diesen Rassen der Markt boomte und komplett überschwemmt wurde,fast täglich neue Zuchtstätten,wie Pilze aus dem Boden wuchsen oder sich  die sogenannten Hinterhofvermehrer und  die besagte Hunde-Mafia mit Billig-Angeboten gegenseitig und den beflissenen Züchtern das Leben schwer machten,konnten sich widerrum andere Rassen ein wenig erholen,doch 100 % erholt haben sich die wenigsten.

Bis auf die Rassen,die komplett in Vergessenheit geraten sind.

Doch nun zum eigentlichen Thema dieser Seite,der Gesundheit beim Mops.

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Wie jeder andere Hund,kann auch der Mops von Flöhen oder Zecken und ähnlichen Plagegeistern heimgesucht werden.

Doch mittlerweile gibt es sehr viele Möglichkeiten ihn dagegen zu schützen,durch verschiedene pharmazeutische Produkte,Futterzusätze oder homöopatische Erzeugnisse.

Jeder Welpe und auch der erwachsene Hund sollte umfangreich u.regelmäßig gegen die gängisten Krankheiten,wie z.B.Tollwut od.Zwingerhusten  geimpft sein und werden.

Was nicht heißt,das er diese Krankheiten nie bekommen kann.Nur würde dies in abgeschwächter Form auftreten und der Genesungsweg um einiges kürzer ausfallen.

Das mit der Impfung gegen Zecken ist so eine Sache.Gegen Borreliose gibt es einen

Impfschutz,doch Zecken können auch andere Krankheiten übertragen,gegen die noch keine Impfstoffe auf dem Markt sind.

Bei den gängigen Impfungen gibt es auch Unterschiede,mit Zeitspannen zwischen jährlich und Impfstoffe die 3 Jahre greifen sollen.

Ist man Züchter oder besucht regelmäßig Ausstellungen oder andere Events,wo sich größere Ansammlungen an Hunden treffen,ist der Ratschlag meist,den Hund jährlich impfen zu lassen bzw.Pflicht! 

Patellaluxation(PL)

Die Patellaluxation abgekürzt PL,ist die Folge einer Fehlbildung des Kniegelenks,bei der sich die Kniescheibe lockert.

Patellaluxation ist vererbbar und kommt bei vielen kleineren Rassen,ebenso dem Mops vor.

Hunde die diese Fehlbildung aufweisen ,sollten nicht für die  Zucht eingesetzt werden.

Hüftgelenks-Dysplasie(HD)

Diese Gelenkserkrankung,ist meist bei großen Hunden oder Rassen verteten,doch auch beim Mops kommt sie ab und an , jedoch besonders in der letzten Zeit häufiger, zum Vorschein.

Der Gelenkkopf des Oberschenkels liegt nicht optimal in der Gelenkpfanne.

Befunde und ihre Bedeutung:

  • HD A:kein Hinweis auf HD/HD-frei/Normal
  • HD B:verdächtig f.HD/fast normal/Übergangsform
  • HD C:leichte HD/noch zugelassen
  • HD D:mittlere HD/Zuchtverbot
  • HD E:schwere HD/Zuchtverbot

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Zuchthunde,bei denen die Befunde HD B und HD C aufweisen,dürfen nur mit Partnern  verpaart werden,die den Befund HD A,also frei,aufweisen.

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Leider wird nach wievor von vielen Verbänden,die HD-Untersuchung nicht als Pflichtuntersuchung angesehen.

Dies macht es den Hündinnenbesitzern nicht einfach,einen Rüden zu finden,bei dem nachgewiesen keine HD-Erkrankung vorliegt.

Diesbezüglich wird unser Nachwuchsrüde "Bomber" diese Untersuchung auch durchlaufen und nur bei Befund HD A,in die Zucht gelangen. 

Augenerkrankungen

Beim Mops sollten die Augen nicht zu weit hervorstehen,da das Verletzungsrisiko um einiges höher ist,als bei normal eingesetzten Augen.

Ein erhöhter Tränenausfluß kann ein Anzeichen dafür sein,das er sich verletzt hat oder an einer Bindehautentzündung leidet.

Sollten sie jegliche Veränderung am Auge bemerken,bitte nicht selbst mit irgendwelchen Salben oder ähnlichem hantieren,sondern gehen sie umgehend zum Tierarzt,um eventuelle Folgeschäden zu vermeiden.

Was beim Mops des öfteren vorkommt ist das Entropium,bei der sich ein oder mehrere Augenlider nach innen rollen,gleichzeitig können auch die Wimpern nach innen gedreht sein.Dies führt zur Reizung der Hornhaut die meist Schmerzen verursacht.

Man sollte deshalb beim Mops auf eine nicht zu starke und übertypisierte Befaltung achten.

Wie schon bei der HD erwähnt,gilt auch die Augenuntersuchung in vielen Verbänden nicht als Pflichtuntersuchung,was sich nicht nur für die Rasse Mops verherend auswirken könnte.

Ein Umdenken wäre äußerst wünschenswert!

Einige Augenerkrankungen im Überblick

  • Netzhautdegeneration(PRA)
  • Entropium
  • Ektropium
  • Distichiasis
  • Nasenfalten/Trichiasis
  • Erworbene Katarakte(Star)
  • Angeborene Katarakte(Star)
  • Linsenluxation
  • Persistierende Pupillar-Membran
  • Netzhautdysplasie
  • Collie-Augen-Anomalie
  • Goniodysplasie(Glaukom)

Ausführliche Informationen und Beschreibungen über die oben aufgeführten Augenerkrankungen findet man auf dieser empfehlenswerten u.informativen Seite:

http://www.kleintiermedizin.ch/hund/augen/augerb3.html

Die große Familie der Milben

Die DEMODEX-Milbe
Die DEMODEX-Milbe

Um die große Familie der Milben aufzuzählen,bräuchte ich wahrscheinlich eine komplette Seite,deshalb werde ich nur einige kurz aufführen.

  • Raubmilben(wandelnde Schuppen) befinden sich auf der Hautoberfläche und sind leicht mit Hautschuppen zu verwechseln,ein Vergrößerunngsglas im Hause zu haben,wäre von Vorteil.
  • Herbstgrasmilben sind wie der Name schon sagt,im Herbst auf Achse und können unsere lieben Hunde ordentlich plagen

Doch für viele Milbenarten gibt es Mittel von verschiedenen Herstellern,um diesen vorzubeugen.Spotons,die auf den Nacken u.am Schwanzansatz aufgetragen werden,Sprays oder Puder.

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Auf eine Milbe möchte ich aber etwas ausführlicher eingehen,da sie in vieler Munde ist,aber die wenigsten wirklich Ahnung davon haben:

                                   Die DEMODEX-MILBE

Vorweg,jeder Hund ist Demodex-Milben-Träger!!!

In kleiner Anzahl ist die Demodexmilbe normaler Bewohner der Hautoberfläche und verursacht keine Probleme.

Vermehren sich diese Milben jedoch,können sich schwere Hautkrankheiten entwickeln.

Befallene Hunde leiden unter Haarausfall,schmerzhafter u.juckender Haut u.bakteriellen Hautinfektionen.

 Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist ein normal funktionierendes Immunsystem Vorraussetzung dafür,die Anzahl der Milben gering zu halten.

Wird Demodikose diagnostiziert,kann dies durch ein gestörtes Immunsystem bedingt sein.

Besonders junge Hunde entwickeln Demodikose oft,bevor ihr Immunsystem vollständig entwickelt ist.

Bei ihnen zeigt sich die Erkrankung durch kleine Bezirke mit Haarausfall,meistens im Bereich des Gesichtes oder der Beine.

Diese Form wird lokalisierte Demodikose genannt und heilt in 90 % der Fälle auch ohne Behandlung ab.

Nur ca.10 % der Tiere entwickeln die generalisierte Form dieser Erkrankung.

Hierbei sind mehrere,große Bereiche des Körpers betroffen.

Der Verlauf der generalisierten Demodikose und die Behandlung der befallenen Tiere,können langwierig sein und sich bis zu mehreren Monaten hinziehen.

Auch muß der Hund auf mögliche Krankheiten,die das Immunsystem unterdrücken,untersucht werden.

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Die generalisierte Form der Demodikose ist vererblich,deshalb sollte man befallene Tiere kastrieren bzw. sterilisieren lassen!

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Mit absoluter Sicherheit kann diese Erkrankung nur ein Tierarzt diagnostizieren,da viele andere Hautkrankheiten ähnlich aussehen.

Die Diagnose kann nur über einen dermatologischen Hauttest(Hautgeschabsel) und/oder einer Blutuntersuchung erfolgen.

Demodikose ist nicht übertragbar,weder auf Menschen noch auf andere Tiere.

Brachyzephalie(brachyzephales Syndrom)

Brachyzephalie kommt bei allen Lebewesen vor ,auch beim Menschen,doch vermehrt sind einige Hunderassen aber auch Katzenrassen davon betroffen.

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Hierbei handelt es sich um die Erkrankung der oberen Atemwege.

Charakteristisch gelten verengte Nasenlöcher und Nasenhöhlen,ein verlängertes u.verdicktes Gaumensegel sowie Veränderungen am Kehlkopf.

Die Rachenmandeln können,wenn der Unterdruck beim Atmen zu groß wird,in den Innenraum der Atemwege gezogen werden.

Dies kann zu Atemproblemen,Erstickungsanfällen,Ohnmacht,zumindest aber röchelnden Atem-und Schnarchgeräuschen führen.

Zudem sind hervorstehend,teils auch vergrößerte Augen zu beobachten.

Hunde,brachyzephaler Rassen sind häufiger von Geburtsstörungen betroffen.

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Bertoffene Hunderassen:

  • Mops
  • englische Bulldogge
  • Französische Bulldogge
  • Boxer
  • Malteser
  • Shi-Tzu
  • Pekinese
  • Chihuahua
  • King-Charles-Spaniel
  • Yorkshire-Terrier

Betroffene Katzenrassen:

  • Perserkatze
  • Exotische Kurzhaarkatze

 

Viele Erbkrankheiten sind über Generationen  vererbbar,das heißt,die Elterntiere sind aus tiermedizinischer Sicht absolut gesund.

Und doch können Erbkrankheiten mehrere Generationen überspringen,ohne jemals ans Tageslicht gelangt zu sein.

 

Leider geben auch Ahnentafeln nicht immer gesundheitliche Aspekte bzw.Untersuchunngen der Vorfahren,die weiter zurückliegen,preis.

Und da auch einige Nachkommen aus Verpaarungen,nicht in die Zucht gelangen,kann nicht die Gesamtheit zurückverfolgt werden.

Deshalb wäre es,aus unserer Sicht,wünschenswert,wenn auch Welpenkäufer die keine Zuchtambitionen hegen,ihre Hunde in einem bestimmten Alter,auf eventuelle Erbkrankheiten untersuchen lassen würden.

Dies wäre in der Zuchtarbeit von Vorteil,da man die Entwicklung, jedes einzelnen Welpen eines Wurfes ,nachvollziehen könnte.

Um somit gegebenenfalls,bei Auffälligkeiten,rechtzeitig züchterisch Ein-bzw.Gegenlenken zu können.