Sinn oder Unsinn?

HD-Röntgen beim Mops

Über die Notwendigkeit des HD-Röntgens beim Mops, wird in der großen, weiten Mopsszene nachwievor diskutiert und ob je ein gemeinsames Denken stattfinden wird, steht in den Sternen.

Auf der einen Seite die Befürworter, die es aus ihrer Sicht für notwendig halten, auf der anderen Seite die Gegenpartei, die die Notwendigkeit generell in Frage stellt, da es aus ihrer Sicht keine rassespezifische  Verbindung und Erbdisposition gibt.

Doch wenn es sie nicht gibt, warum sind dann , wenn man sich durch Foren und das WWW liest, doch viele Möpse davon betroffen?

Es liegt mitunter, aus meiner Sicht, daran, das es gang und gäbe ist, das jeder Verband sein eigenes Süppchen kocht und man nicht hergeht und einfach Verbandsumgreifend einheitliche Regelungen darüber bestimmt.

Doch warum ist dies nicht möglich?

Ich habe keine Antwort darauf, da es für mich nicht nachvollziehbar ist, warum man, was die Rasse Mops betrifft, nicht an einem Strang ziehen kann.

Als Käufer steht man vor so vielen Fragen:

-Wo kann ich meinen Mops kaufen?

-Ist es relevant, welche Papiere(Ahnentafel) dieser hat?

-Spielt die Verbandszugehörigkeit des Züchters eine Rolle?

-Ist es wichtig, auf welche Krankheiten untersucht wird?

-Welpe oder erwachsener Mops?

-Rüde oder Hündin, und noch viele mehr!

Im ganzen Dschungel der Verbände und der vielen Züchter dieser Rasse, hat man, nach einigen Ausflügen durchs WWW, eigentlich kaum noch Überblick!

-Wer züchtet wo?

-Wer macht welche Untersuchungen?

-Welcher Verband ist das nun und ist das auch ein vernünftiger?

-Kann ich mir da einen Mops kaufen?

Und die Fragen werden nicht weniger, sondern immer mehr und ein Ende ist kaum in Sicht!

Auch ich , bzw. wir standen schon des öfteren vor der Entscheidung, wo kaufen wir unseren Hund?

Mein erster Hund kam zu mir, da war ich gerade mal 16 Jahre alt und zu dieser Zeit machten sich weder die Leute, woher wir ihn bekamen, weder meine Eltern, geschweige denn ich Gedanken um solche Fragen.

Unser Wisky war ein Mix, aus Rauhaardackel, Spitz,Pudel und Schnauzer, wir haben ihn gesehen, uns verliebt und uns für ihn entschieden.

Ich hatte 13 Jahre einen tollen Hund an meiner Seite und diese Entscheidung bereue ich in keinster Weise, auch heute noch nicht.

Unser zweiter Hund , eine Dobermann-Hündin, aus einer Dobermannzuchtstätte des VDH, kam über den Umweg ihrer Vorbesitzerin zu uns, doch auch wenn diese keine Papiere dieses Verbandes gehabt hätte, wäre sie bei uns eingezogen.

Gesehen, verliebt und sie zog bei uns ein!

Unser dritter Hund, eine Schäferhündin aus der Leistungslinie, zog ein, nachdem wir uns über die Rasse informierten und bestimmte Krankheiten bei unserem Hund weitestgehend  ausschließen wollten.Diesbezüglich stand für uns fest, keinen "normalen Schäferhund" sondern eben aus der Leistungslinie.

Und von einem Züchter, der darauf Wert legt, das seine Hunde auf rassespezifische vererbbare Krankheiten untersucht werden.

Als uns der Mops über den Weg lief, wurden unzählige Bücher gelesen und durchforstet und das dieser Hund zu uns passt, das war schnell klar.

Doch ob nun ein Mops für HD anfällig ist, war nirgendwo zu lesen in diesen Büchern, auch verschiedene Züchter(verschiedener Verbände) dieser Rasse, erwähnten diese Erkrankung im Zusammenhang mit dem Mops in keinster Weise.

Internet hatten wir bis dato nicht, also waren unsere Informationen, diesbezüglich dürftig bzw. gar nicht vorhanden.

Der erste Mops zog ein und bis man sich versieht, ist man komplett dieser Rasse verfallen.

Der Wunsch, auch anderen Mensch die Freude mit diesen wunderbaren Hunden zu ermöglichen und der Zuchtgedanke, kamen dazu.

Doch auch zu diesem Zeitpunkt, war das Thema Mops & HD, noch kein Thema.

Dieses Thema wurde aktuell, als unsere erste Mopshündin einzog und eigentlich der Grundstein bzw. die Stammhündin unserer Zucht werden sollte.

Nach sehr kurzer Freude, kam die Ernüchterung durch einen Röntgenbefund unserer Hündin.

Nicht nur viele Tränen sind um diese Hündin geflossen, sondern auch der Gedanke stand im Raum, das wir unsere Hunde auf HD röntgen lassen werden.

Diese negative Erfahrung war für uns, in dieser Hinsicht, eine Lehre.

Natürlich kann man nie ganz auschließen, das Nachkommen von Elterntieren, die diese Untersuchungen haben, doch mal einer dabei ist, der dies trotzdem bekommen kann.

Doch wir  für uns, möchten die Gewissheit haben, alles was in unserer Macht steht, dafür getan zu haben, das es vielleicht nicht passiert und das Wissen haben, das  zumindest unsere Hunde, die in die Zucht gehen, nicht betroffen sind. 

Im Bezug auf die Untersuchungen, die unseren Möpsen zuteil werden und die sie bestehen müssen, wurde uns kürzlich , ich würde es mal milde umschreiben, zur Last gelegt, wir würden unsere Zucht dadurch hervorheben wollen.

Umgangssprachlich, mit meinen Worten, aggressiv Werbung betreiben!?

Auch wurde uns bzw.mir mit auf dem Weg gegeben, das die Untersuchungen, die wir machen(bis auf PL) völlig unsinnig und unnötig wären.

Und nach meinen Erkenntnissen, ist es völlig unrelevant, welcher TA diese durchführt.

Hat ein TA, die nötigen Gerätschaften und geschulte Kenntnisse über die Handhabung dieser Untersuchungen, ist er auch dazu befähigt.

Doch vor Jahren, als wir unsere damalige Schäferhündin auf HD röntgen lassen wollten, fanden wir uns in einer großen Praxis, bei der alles möglich gewesen wäre, doch diese Praxis hatte keine Zulassung eines großen Verbandes.

Grund: die TÄ hätten eine Zulassung jederzeit bekommen, doch diese nur, nach Vereinsbeitritt und einer großzügigen Spende an diesen.

Doch dies wurde seitens dieser TÄ grundsätzlich abgelehnt.

Nun kann jeder seine eigenen Schlüsse daraus ziehen, meine darüber habe ich bereits damals getroffen.

Ist es aggressive Werbung und ein Hervorheben einer Zuchtstätte, wenn man die Untersuchungen, die auch wirklich stattfinden, auf seiner HP leserlich hinterlässt?

Ist es aggressive Werbung, wenn man die Menschen, die den Gedanken hegen, bei dieser Zuchtstätte einen Welpen kaufen zu wollen, über dies aufklärt?

Möchte man seine Zuchtstätte hervorheben, nur weil man aus negativen Erfahrungen gelernt hat und für sich entschieden hat, diese Untersuchungen machen zu lassen?

Hat es ein Mopswelpe nicht verdient, das man alles, was in der Macht steht, dafür tut, das er unbeschwert sein Leben mit seinen Menschen genießen kann?

Für uns bzw. für mich gibt es da nur eine Antwort:

Ja, er und jeder andere hat es verdient!

Das WWW ist voll von der Thematik Mops & HD, oder generell über die gängigsten Erkrankungen beim Mops, habe mal einige wenige dazu auserkoren, die für mich sehr interessant gewesen sind.

Es hat bereits eine Studie in den USA gegeben und man mags kaum glauben, doch der Mops belegte den 2.Rang, bei den am meisten betroffenen Hunden.

http://www.offa.org/hipstatbreed.html

Auch beim Mops-Wikipedia ist HD ein Thema, frag mich nur warum, wenn es denn den Mops nicht betrifft?

http://www.das-mops-wiki.de/index.phpH%C3%BCftgelenksdysplasie

Auch diese Diskussion eines Forums, aus dem Jahre 2008,  fand ich sehr interessant!

http://www.kleinhunde.de/wbb2/thread.php?postid=48012